.
Startseite

 

Der schwarze norwegische Elchhund- ein nordischer Jagdhund 

 
 

Der Jagdeinsatz in Norwegen

In Norwegen sind die schwazen Elchunde vornehmlich im Besitz von Jägern, die sie zur Jagd   als Bandhund oder Schweißhund einsetzen

Als Bandhund werden sie vom Jäger an der langen Leine geführt ( daher der Name Bandhund) und müssen eine Wildspur finden und sie verfolgen, bis das Wild  zu sehen ist. Diese Art der Jagd verlangt vom Jäger eine gute Kondition, muss er doch seinem Hund oft stundenlang durch teilweise unwegsames Gelände folgen. Der Hund darf keinen Spurlaut geben, denn er soll sich und seinen Führer nicht verraten- das Team schleicht sich lautlos an das Wild bis auf Schussweite ( in Norwegen ca. 200m) heran. Elche haben die Eigenart, ihre eigene Spur zu beobachten. Dafür laufen sie ein Stück ihres Weges in einen Bogen zurück. Daher darf der Elchhund nicht stur mit der Nase auf dem Boden sie Spur verfolgen, sondern muss sich immer wieder einen " Geruchsüberblick" verschaffen. Dafür bleibt er stehen, reckt die Nase hoch und dreht seinen Kopf, um möglichst das gesamte Gebiet rund um ihn herum zu erschnüffeln. 

Einen Film, der einen schwarzen Elchhund bei diesen Aufgaben zeigt, finden Sie auf der Seite:

http://home.online.no/~tstorh2/index.cfm

Die Seite gehört dem Norweger Tore Storhaug, der mir ausführlich von den schwarzen Elchhunden in Norwegen und den Besonderheiten der Jagd dort erzählt hat. Er ist selbst Jäger und Jagdhundeprüfer. Sehenswert sind auch die Fotos auf seiner Seite, zu finden unter den Menüpunkten " Simba", "Ville" und "Aisa". Das sind die Namen seiner drei Hunde.

Ein Schweißhund hat die Aufgabe eine Blutspur zu verfolgen, wenn der Jäger ein Stück Wild nicht erlegt, sondern nur verletzt hat. 

 

Die Ausbildung und Prüfung

Die folgende Beschreibung der Vorgehensweise bei der Heranführung des Hundes an die Jagdsituation stammt aus dem norwegischen Buch" Fra Valp til elgfal"

1. Schritt: Das Finden und Verfolgen einer Wildspur

Man geht mit dem Hund in ein Gelände, wo es nicht zu viele Spuren gibt, damit er, einmal auf der Fährte , nicht abgelenkt wird. Die gefundene Fährte lässt man den Hund eine kurze Zeit verfolgen. Diese Fährtenarbeit wird anfangs frühzeitig abgebrochen, auf keinen Fall erst, wenn der Hund die Fährte verliert, damit die Arbeit erfolgreich mit viel Lob beendet werden kann. Die Fährte lässt man bei den zukünftigen Gängen immer länger verfolgen. 

2. Schritt: Der Augenkontakt mit dem Wild

Zwangsläufig kommt der Tag, an dem der Hund das Wild sieht. Es ist nun für den Jäger sehr wichtig ruhig zu bleiben, da sich ansonst die Nervosität und Unruhe auf den Hund übertragen würde. Man sollte den Hund "sitz" machen lassen und beruhigend auf ihn einwirken, damit er nicht bellt. Wenn der Hund in dieser Situation bei einer Bandhundprüfung bellt, ist er sofort durchgefallen. Der 2. Schritt ist beendet, sobald der Hund häufig das Wild gesehen hat nach der Spursuche.

3. Schritt: Der Schuss

Auch hier ist es absolut notwendig, dass der Jäger ruhig bleibt. Der Hund sollte wiederum "Sitz" machen. Damit ist die Gefahr minimiert, dass der Hund, aufgeschreckt durch den Schuss, den Jäger durch ein Zerren an der Leine irritiert. Außerdem muss der Hund lernen, nicht sofort zum toten Tier zu laufen sondern erst abzuwarten, ob es nicht noch einmal aufsteht.

Nach dem Schuss ist es wichtig dem Hund genug Gelegenheit zu geben, diesen für ihn sehr starken Eindruck zu verarbeiten. Dazu lässt man ihn ausgiebig das beschossene Wild beschnuppern und belecken. Auch das Rupfen am Fell wird ihm erlaubt.

Die Bandhundprüfung kann durchaus 6- 7 Stunden dauern und der Hund hat folgendes zu tun:

1. Eine Elchspur finden

2. Die Elchspur verfolgen

3. Einen Elch finden

4. Wenn der Elch wieder wegläuft, ihn weiter verfolgen

Das Besondere dabei ist, er muss ruhig sein bei dieser Arbeit, und darf weder einen Spurlaut geben, noch darf er den Elch verbellen, wenn er ihn sieht oder wenn der Elch wieder fortläuft.

 

Ein Jagdhund für Deutschland?

Als Schweißhund- ja, als Bandhund sicherlich nicht.

Der Schweißhund hat in Norwegen dieselben Aufgaben wie in Deutschland, wobei man bedenken muss, dass der Hund keinen Spurlaut gibt und nicht apportiert. Der Befehl " apport" löst bei norwegischen Elchundbesitzern ausgesprochen große Heiterkeit aus.

Für die Bandhundjagd sind die Reviere in Deutschland zu klein.

Nicht zuletzt sollte bedacht werden, dass der schwarze Elchhund keinen Kadavergehorsam entwickelt und mit strengen Erziehungsmethoden verdorben wird. Immer wieder sagten die norwegischen Jäger, dass man diesen Hund nie schlagen oder hart behandeln dürfe, sonst würde man seinen feinen Sinn für die Jagd zerstören. Wer glaubt, man müsse einen Hund erst brechen um ihn dann nachher wieder aufzubauen, sollte die Finger von schwarzen Elchhund lassen.

Erfahrungen eines deutschen Jägers mit zwei schwarzem Elchhunden In Deutschland leben zurzeit ca. 25 schwarze Elchhunde, von denen zwei Hunde im Besitz eines Jägers ist, der sie mit Begeisterung hier in Deutschland zur Jagd einsetzt, insbesondere zur Nachsuche und bei der Schwarzwildjagd. Als herausragenden Eigenschaft beschreibt er die unglaubliche Vorsicht, Besonnenheit und Intelligenz bei der Jagd, die dem Hund besonders bei der Schwarzwildjagd oft das Leben rettet.

Häufig rufen Ihn seine Jägerkollegen zur Nachsuche, die der Elchhund mit großer Sicherheit durchführt. Im letzten Jahr hat sein Hund ein verwundetes Wildschwein in einem Sumpfgebiet gefunden. Für diesen älteren, durch langjährige Jagdausübung erfahrenen Jäger ist der schwarze Elchhund absolut tauglich, um in deutschen Wäldern als Schweißhund eingesetzt zu werden. Er straft mit seinen Jagdschilderungen all diejenigen Jäger und Jagdhundeausbilder Lügen, die in vollkommener Unkenntnis der Rasse behaupten, diese Rasse sei in hiesigen Wäldern nicht zu gebrauchen. Er räumt ein, dass die Gehorsamkeit des Hundes nicht so ausgeprägt ist wie bei anderen deutschen Jagdhunderassen, aber der schwarze Elchhund bringe sehr viel Jagdinstinkt mit, und sei auch mit wenig Ausbildung ein  sehr guter Schweißhund.

Bei der Jagd in Österreich hat der schwarzer Elchhund seine Überlegenheit bei der Fährtenarbeit sogar gegenüber den typischen Schweißhundrassen unter Beweis gestellt, indem er eine Fährte nach 48 Stunden erfolgreich verfolgt hat, auf der die ausgebildeten Schweißhunde scheiterten.

Impressum                                                     info@schwarze-elchhunde.de              06597961040                   01788961040